
Assiziationen im Januar – KRÄHE
Dämmerung.
Die Lichtsensoren schalten die LED’s vor meinem Fenster.
Es wird nie wirklich dunkel hier.
Ein verschreckter Vogel startet vom Dach gegenüber, fliegt direkt auf meine Fensterscheibe zu, dreht ab und findet Schutz auf meinem Dach.
Feng Shui – Dach – Bewusstsein- der Vogel findet Schutz in meinem Bewusstsein?!
Meine jüngste Thailandreise hat mein Bewusstsein zu der spürbaren Erkenntnis geweitet: Wir alle sind eins. – Alles Leben gehört in ein großes System – erschafft sich selbst – löst sich auf : wie Einatmen und Ausatmen.
Findet der Vogel Schutz in meinem Bewusstsein?
Thailand – vier Stunden Wanderung im Regenwald – kein einziger Mückenstich.
In diesem perfekten Ökosystem, in dem Werden und Vergehen deutlich sichtbar und erfahrbar sind, hat im Augenblick keine Mücke Lust auf mein Blut.
Und die Krähe auf dem Hausdach überlebt auf dem Parkplatz zwischen Autos.
Ich erinnere mich an den Herbst. Frau Krähe sitzt auf der Laterne und wirft mit einem leisen „ToK“ etwas Hartes auf die Fahrbahn – und wartet.
Neugierig gehe ich zum Fenster. – In sanftem Bogen fliegt die Krähe zu dem Walnusskern, den fahrende Autos für sie freigelegt haben.
Perfektes Ökosystem Berlin? – Wohl kaum, wenn ich die dürren Eichen betrachte, die sich redlich mühen, die Fotosynthese zu ihren Gunsten verlaufen zu lassen. – Wahre Lebenskünster am Rande des Geschehens.
Wie die LebensKünsterInnen, die sich ab Februar wieder allwöchentlich um die Psychohygiene ihres Lebens kümmern und mutig der Hektik des Alltags den inneren Leerraum entgegenstellen. LebensKünsterInnen, die in Stille in einen kreativen Prozess eintreten, in ein perfektes inneres, kreativ-seelisches Ökosystem. Die ganz im Augenblick sind.
Das ist die Fähigkeit, einen inneren Raum zu schaffen, der offen ist, für das Wunder : Leben.
Der offen ist, für den unendlichen Reichtum in mir und in euch.
Der offen ist, für ein Bewusstsein, das der Krähe Schutz bietet, weil es sich verbunden weiß!
Mein Dank gehört allen LebenskünsterInnen hier drinnen und da draußen.
Meine Anerkennung geht an all die HeldInnendes Alltags, die sich als Teil eines großen Ganzen und sich selbst als großes Ganzes wahrnehmen und leben.